Hybrid Quantum Systems

Hybride Systeme für Quantencomputing und Quantensimulationen

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Hybride Quantensysteme für die nächste Generation der Quantentechnologie

Quantencomputing, -kommunikation und -simulation zählen zu den vielversprechendsten und am schnellsten wachsenden Bereichen moderner Technologie. Sie basieren in der Regel auf einzelnen Quantensystemen, die aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften ausgewählt werden. Allerdings stößt jedes dieser Systeme an physikalische und technische Grenzen, die den Fortschritt aktuell noch einschränken.

Ein vielversprechender Ansatz zur Überwindung dieser Limitierungen ist die Kombination mehrerer Quantensysteme zu einem hybriden Gesamtsystem. Durch eine gezielte Auswahl lassen sich die jeweiligen Nachteile einzelner Komponenten kompensieren, während ihre Stärken weiterhin effizient genutzt werden können.

Projektziel: Entwicklung eines hybriden Quantensystems

Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung einer Plattform für hybride Quantentechnologie. Das System basiert auf der Kombination von einzelnen (Rydberg-)Atomen und polaren Molekülen, die in optischen Tweezerfallen-Arrays angeordnet sind.

Beide Komponenten zeichnen sich durch starke, weitreichende Wechselwirkungen über elektrische Dipolmomente aus. Diese ermöglichen schnelle und robuste Gatteroperationen – eine zentrale Voraussetzung für leistungsfähige Quantentechnologien. Dabei werden die jeweiligen Stärken gezielt genutzt:

  • Atome bieten hohe Kontrolle und technologische Reife
  • Moleküle ermöglichen zusätzliche Freiheitsgrade und robuste Quanteninformationsspeicherung

Die Schwächen der einzelnen Systeme werden entweder durch das jeweils andere System oder durch kollektive Effekte ausgeglichen. So entsteht ein flexibles und vielseitig anwendbares Quantensystem.

Technologischer Ansatz

Der Einsatz optischer Tweezerfallen erlaubt die Realisierung hochflexibler und dynamischer Strukturen. Diese sind:

  • skalierbar
  • präzise kontrollierbar
  • individuell adressierbar und auslesbar 

Für das atomare System kommen etablierte und technologisch weit entwickelte Strontium-Atome (Sr) zum Einsatz. Ergänzend wird das laserkühlbare Molekül Strontiumfluorid (SrF) verwendet, das optimal mit dem atomaren System harmoniert.

Innovation und Perspektive

Dieser neuartige hybride Ansatz eröffnet neue Möglichkeiten für Quantencomputing und -simulation. Er hat das Potenzial, die Neutralteilchen-basierte Quantentechnologie über ihre aktuellen Grenzen hinaus weiterzuentwickeln.